Stay safe and warm!
Die Schneehöhle als Notunterkunft im Winter
Voriger
Nächster

7 Tipps zum Bau einer Schneehöhle​

Schutz stellt in einer verschneiten Winterlandschaft die höchste Priorität dar. Liegt ausreichend Schnee, ist es möglich eine Schneehöhle zu graben. Im Schnee ist sehr viel Luft eingeschlossen, weshalb er eine sehr gute Isolationseigenschaft hat. Somit kann man die Temperatur im Inneren der Schneehöhle auf angenehme 0°C aufheizen, selbst wenn es draußen 10° kälter ist. Dies geschieht in der Regel durch die eigene Körperwärme. Deshalb darf die Höhle nicht zu groß werden. Beim Bau einer solchen Notunterkunft müssen noch weitere Dinge beachtet werden. Hierfür werden nachfolgend 7 wichtige Tipps aufgeführt.

  1. Bei der Auswahl des Lagerplatzes ist darauf zu achten, dass Stellen mit möglichen Lawinenabgängen, Schneebrettern oder großen Schneewechten an Gipfelgraten die herabfallen könnten, gemieden werden.
  2. Eine Schneehöhle wird bevorzugt in die Leeseite von Hügeln und sicheren Schneewechten gegraben. Dort ist der Schnee meist ausreichend verfestigt und tief genug. Es lohnt sich mit dem Skistock die Schneetiefe zu prüfen!
  3. Die richtige Bauweise ist wichtig. Horizontal ein Loch in einen Hang graben und dann nach oben einen Raum aushöhlen. Die Liegefläche sollte erhöht angelegt werden, sodass die kalte Luft auf den Boden in einen Kältegraben absinken kann. 
  4. Der Eingang kann mit großen Schneeklötzen verschlossen werden. Bei kleinen Höhlen sollte dann aber für ausreichende Belüftung gesorgt werden. 
  5. Die Höhle etwas größer machen wenn möglich. Die Höhe der Liegefläche bis zur Decke sollte mindestens 0,90m und die Länge mindestens 2,20m betragen. Mehr ist besser, damit man sich freier bewegen kann und der Schlafsack nicht direkt im Schnee liegt.
  6. Für zusätzliche Isolation gegen die Kälte von unten kann die Liegefläche mit Fichtenzweigen ausgelegt werden. Das geht natürlich nur wenn man sich unterhalb der Baumgrenze befindet.
  7. Eine Kerze spendet Licht und mehr Wärme als man denkt. Sie darf bei der Übernachtung in einer Schneehöhle nicht fehlen.
Autor: Dominik Knausenberger
Menü schließen