Vom Gast zum Guide - Alex' Geschichte

Ein Buch, eine lange Pause – und dann doch Guide

Manchmal braucht eine Idee Zeit. Bei Alex waren es rund 15 bis 20 Jahre zwischen dem ersten Funken und dem ersten Survival-Kurs. Der Auslöser: ein Buch über Überlebenstechniken, das irgendwann in seinem Regal landete. Das Thema blieb – wurde aber lange geparkt. 2020 wollte er endlich einen Kurs machen, doch Corona verzögerte alles bis 2024.

 

 

Was ihn dann wirklich überraschte, war die Vielschichtigkeit des Themas. Survival ist weit mehr als Feuer machen und draußen schlafen – und genau das machte neugierig auf mehr.

 

Dass er selbst einmal Kurse leiten würde, war zunächst kein bewusster Plan. Die Entscheidung entstand eher spontan – im Advanced-Kurs, den Dominik Knausenberger geleitet hat. Dort entstand zum ersten Mal das Gefühl, dass diese Rolle gut zu ihm passen könnte. Aus diesem Gedanken wurde schließlich mehr: Er absolvierte später auch die Scout-Ausbildung, um selbst als Guide arbeiten zu können.

Was ihn heute an dieser Aufgabe am meisten erfüllt, ist der Kontakt mit immer neuen Menschen. Wissen weiterzugeben, Teilnehmer auf ihrem Weg zu begleiten und gleichzeitig selbst aus jeder Gruppe etwas mitzunehmen – genau das macht für ihn den Reiz am Guide-Sein aus.

 

Das unvergessliche Erlebnis

Gefragt nach dem denkwürdigsten Moment zögert Alex keine Sekunde: Im Outdoor Erste-Hilfe-Kurs wurde die Gruppe mitten in einer Bergungsübung von einem Schwarm Erdbienen angegriffen und kurzerhand verjagt. Ein Paradebeispiel dafür, dass im Survival eben nicht alles planbar ist.

 

Was er über sich gelernt hat

Durch die Kurse hat Alex eine Stärke an sich entdeckt, die er so vielleicht nicht erwartet hätte: Er kann sich schnell und gut auf immer neue Situationen einstellen. Eine Eigenschaft, die als Guide täglich gefragt ist – denn keine Gruppe und kein Kurs gleicht dem anderen. Und genau das hält die Arbeit lebendig. 

Ob sein Leben sich durch Survival grundlegend verändert hat? Alex bleibt ehrlich: nicht großartig. Aber er sieht klarer, wie wenig man braucht – und wie viel man trotzdem leisten kann.

„Es lohnt sich immer, die eigene Komfortzone zu verlassen. Beim Thema Survival ist es beeindruckend zu sehen, mit wie wenig Komfort man tatsächlich auskommt.“ — Alex

 

Datum: 23. Juni 2026